POLE-POSITION UND VIEL PECH: MARKUS POMMER ZEIGT STARKE PACE AM NÜRBURGRING

10. Juli 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Markus Pommer gehörte beim zweiten Rennwochenende des Prototype Cup Europe auf dem Nürburgring zu den schnellsten Fahrern im Feld. Nach der Pole-Position blieb eine mögliche Podiumsplatzierung wegen eines Aufhängungsschadens jedoch unbelohnt. Im ersten Rennen erreichte er gemeinsam mit seinem Teamkollegen Platz fünf.

Nürburg. Markus Pommer hat beim zweiten Rennwochenende des Prototype Cup Europe auf dem Nürburgring erneut seine Geschwindigkeit unter Beweis gestellt. Über das gesamte Wochenende zählte er zu den schnellsten Fahrern im Feld und sicherte sich im Qualifying eindrucksvoll die Pole-Position für das zweite Rennen. Ein fünfter Platz am Samstag und ein vorzeitiger Ausfall am Sonntag verhinderten jedoch eine bessere Punkteausbeute.

Bereits bei den Testfahrten am Donnerstag sowie in den freien Trainings am Freitag zeigte sich die starke Pace. Pommer bewegte den LMP3-Prototypen konstant im Spitzenfeld, belegte regelmäßig eine Position unter den besten drei und setzte mehrfach die schnellste Rundenzeit.

Den Höhepunkt des Wochenendes bildete das Qualifying für das zweite Rennen. Pommer setzte sich mit mehreren Zehntelsekunden Vorsprung an die Spitze und sicherte sich damit die Pole-Position für den Sonntagslauf.

Dabei waren die Bedingungen auf der Strecke keineswegs einfach. Während im ersten Streckenabschnitt viel Grip vorhanden war, erschwerte vor allem Kies im Mittelsektor die Suche nach der optimalen Linie.

„Ich war mit meiner Runde nicht einmal zu 100 Prozent zufrieden und hätte vielleicht noch etwas herausholen können. Trotzdem konnten wir die Pole mit einem deutlichen Vorsprung erreichen. Unter diesen schwierigen Bedingungen war das eine wirklich starke Runde“, erklärt Pommer.

Platz fünf im ersten Rennen
Im ersten Lauf startete Pommers Teamkollege von der fünften Position. Pommer übernahm das Fahrzeug anschließend auf Rang sechs. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich bereits eine größere Lücke zu den vorausfahrenden Fahrzeugen gebildet.

Trotz gebrauchter Reifen gelang es ihm, den Rückstand im weiteren Rennverlauf deutlich zu verkürzen. Pommer schloss zu zwei Konkurrenten auf, setzte ein erfolgreiches Überholmanöver und brachte das Fahrzeug schließlich auf dem fünften Platz ins Ziel.

„Die Fahrzeuge vor mir waren bei meinem Einstieg schon mehrere Sekunden entfernt. Mit den gebrauchten Reifen war es schwierig, noch einmal voll anzugreifen. Trotzdem konnten wir Boden gutmachen und eine Position gewinnen. Das Ergebnis war nicht perfekt, aber unter diesen Voraussetzungen war kaum mehr möglich“, bilanziert Pommer.

Aufhängungsschaden beendet mögliche Podiumsfahrt
Am Sonntag startete Pommer von der Pole-Position und kämpfte unmittelbar nach dem Start um die Führung. Ein Konkurrent auf der Außenseite erwischte ebenfalls einen sehr guten Start, woraufhin Pommer zur Verteidigung auf die Innenseite der ersten Kurve zog.

Beim Anbremsen blockierte das Vorderrad kurzzeitig. Pommer verpasste den Scheitelpunkt knapp und berührte das neben ihm fahrende Fahrzeug leicht mit der Felge. Zunächst schien der Kontakt ohne größere Folgen geblieben zu sein. Lediglich das leicht schräg stehende Lenkrad deutete auf eine Beschädigung hin.

Pommer behauptete sich dennoch auf dem zweiten Platz. Trotz des beeinträchtigten Fahrverhaltens blieb er auf Podiumskurs. Wenige Runden später brach jedoch infolge des Kontakts die Aufhängung, wodurch er das Rennen vorzeitig beenden musste.

„Der Kontakt war aus meiner Sicht nicht besonders hart. Das Lenkrad stand danach etwas schief und das Auto war nicht mehr bei 100 Prozent, aber wir lagen weiterhin auf dem zweiten Platz. Deshalb bin ich überzeugt, dass ein Podium möglich gewesen wäre“,sagt Pommer.

Den Zwischenfall bewertet der erfahrene LMP3-Pilot als klassischen Rennunfall.
„Natürlich kann man im Nachhinein sagen, dass ich etwas vorsichtiger hätte sein können. Bei einem kleinen Starterfeld lohnt es sich nicht unbedingt, gleich in der ersten Kurve zu viel zu riskieren. Einen großen Fehler habe ich darin aber nicht gesehen. Wir waren nebeneinander, es kam zu einer leichten Berührung und leider hatte diese für uns schwerwiegende Folgen.“

Zuversicht vor Monza

Auch wenn die Ergebnisse das vorhandene Potenzial nur bedingt widerspiegelten, nimmt Pommer wichtige positive Erkenntnisse vom Nürburgring mit. Die Pole-Position und die konstant starke Geschwindigkeit in den Trainings zeigten, dass das Fahrzeug zu den schnellsten im Feld gehört.

„Die Pace stimmt und das Auto funktioniert wirklich gut. Jetzt muss an einem Wochenende nur einmal alles zusammenpassen. Das nötige Quäntchen Glück hat uns zuletzt gefehlt. In Monza wollen wir wieder angreifen und unsere Geschwindigkeit endlich in die entsprechenden Ergebnisse umsetzen.“

Text: Motorsport-Karriere.de
Foto: Prototype Cup Europe Media + Petr Fryba