| 24. März 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |
Der zweimalige Prototype-Champion zeigt beim Auftakt des neuen Prototype Cup Europe in Mugello mit BWT Mücke Motorsport viel Potenzial, bleibt bei der Rennausbeute aber unter den eigenen Erwartungen.
Mugello. Markus Pommer ist mit einem Wochenende voller Tempo, wichtiger Erkenntnisse und gemischter Gefühle in die Saison 2026 des Prototype Cup Europe gestartet. Beim Auftakt der neuen internationalen LMP3-Serie auf dem Mugello Circuit zeigte der zweimalige Meister des früheren Prototype Cup Germany gemeinsam mit BWT Mücke Motorsport von Beginn an, dass das Paket das Zeug für das Vorderfeld hat. In den beiden Rennen sprang am Ende jedoch jeweils Platz sechs für Pommer und seinen Teamkollegen Mads Kjelde Larsen heraus.
Schon in den Tests und Trainings deutete vieles auf einen starken Einstand hin. Im freien Training belegte der Mücke-Duqueine mit der Startnummer 18 den zweiten Platz, auch im Qualifying war das Potenzial klar erkennbar. Im zweiten Zeittraining fuhr Pommer mit 1:42,584 Minuten auf Startplatz drei und lag damit nur 0,214 Sekunden hinter der Pole-Zeit.
„Das Wochenende ging eigentlich gut los. Bereits am Donnerstag hatten wir einen Test, da war ich auf Anhieb schnell. Ich war am Donnerstag und Freitag in den Trainings immer zwischen Platz eins und drei. Ich war gut dabei und deshalb auch ziemlich confident fürs Qualifying“, erklärte Pommer.
Mit seiner eigenen Leistung im Qualifying zeigte sich der 35-Jährige grundsätzlich zufrieden, auch wenn aus seiner Sicht sogar noch mehr möglich gewesen wäre. „Ich habe in meiner ersten Push-Lap, als der Reifen da war, ein Tracklimit bekommen. Das wurde nachträglich wieder gelöscht, also das war falsch. In meiner darauffolgenden schnellsten Runde musste ich dann ein bisschen aufpassen, dass ich kein weiteres Tracklimit bekomme. Ich habe minimal rausgenommen und wurde am Ende ganz knapp Dritter.“
Im ersten Rennen konnten Pommer und Larsen ihre gute Ausgangslage nicht in ein Top-Ergebnis umsetzen. Das Duo kam nach 30 Runden mit einem Rückstand von 28,587 Sekunden auf Sieger Maxim Dirickx auf Platz sechs ins Ziel.
Auch im zweiten Rennen war zunächst mehr drin. Nach Startplatz drei mischte Pommer in der Anfangsphase vorne mit, am Ende reichte es für die Startnummer 18 aber erneut nur zu Platz sechs. Der Rückstand auf Sieger Theo Micouris betrug nach 30 Runden 1:09,251 Minuten.
„Ich hatte eigentlich einen super Start und konnte mich in Turn 1 kurzzeitig auf den ersten Platz setzen“, sagte Pommer. „Ich wollte eigentlich zumindest dranbleiben oder an den ersten beiden vorbeifahren. Das war jetzt keine Katastrophe, ich war in meinem Stint ordentlich unterwegs, aber ich habe mir einfach mehr erwartet.“
Genau darin liegt auch die zentrale Erkenntnis des Wochenendes: Die Pace war da, die Ergebnisse blieben aber hinter dem Potenzial zurück. „Unterm Strich sehe ich das Wochenende mit gemischten Gefühlen. Ich war mit meiner Pace eigentlich zufrieden. Ich habe mich gut eingelebt, und ich kam auch schnell wieder mit dem Duqueine zurecht“, so Pommer.
Positiv bewertete er auch die Entwicklung seines Teamkollegen Mads Kjelde Larsen: „Mein Teamkollege hat einen guten Job gemacht. Er hat sich extrem gesteigert übers Wochenende und alles umgesetzt, was mein Ingenieur und ich ihm geraten haben.“
Unterm Strich bleibt für Markus Pommer nach dem Auftakt in Mugello damit ein Wochenende mit starker Grundgeschwindigkeit, aber noch ausbaufähiger Rennausbeute. Die Ergebnisse mit Platz sechs in Rennen eins und Platz sechs in Rennen zwei spiegeln aus seiner Sicht nicht das komplette Potenzial des Pakets wider. Der nächste Lauf des Prototype Cup Europe findet Anfang Juli am Nürburgring statt.