Prototype Cup Europe 2026

HEIMSPIEL AM NÜRBURGRING: MARKUS POMMER NIMMT ZWEI PODESTPLÄTZE INS VISIER

02. Juli 2026 Zurück zur Artikelübersicht »

Nach mehr als drei Monaten Pause kehrt der Prototype Cup Europe an diesem Wochenende auf die Rennstrecke zurück. Beim zweiten Saisonlauf auf dem Nürburgring möchte Markus Pommer gemeinsam mit BWT Mücke Motorsport an seine starke Pace vom Auftakt anknüpfen. Auf einer seiner erfolgreichsten Strecken lautet das klare Ziel: um die Podestplätze kämpfen.

Nürburgring. Die lange Pause ist vorbei: Vom 3. bis 5. Juli startet der Prototype Cup Europe auf dem Nürburgring in sein zweites Rennwochenende der Saison 2026. Für Markus Pommer ist die Rückkehr in die Eifel etwas Besonderes. Der 35-Jährige kennt die Strecke seit vielen Jahren, konnte dort bereits in unterschiedlichen Rennserien große Erfolge feiern und zählt auch diesmal zu den Kandidaten auf die vorderen Positionen.

Pommer teilt sich den Duqueine D09 mit der Startnummer 18 erneut mit dem jungen Dänen Mads Kjelde Larsen. Eingesetzt wird das Fahrzeug von BWT Mücke Motorsport. Nach dem Saisonauftakt möchte das deutsch-dänische Duo am Nürburgring den nächsten Schritt machen und das vorhandene Potenzial in ein entsprechendes Ergebnis umsetzen.

Vor allem die Pace von Pommer sorgte beim ersten Rennwochenende für Zuversicht. Unter den ungewöhnlich kalten Bedingungen zeigte der zweimalige Prototype-Cup-Champion bereits, dass er mit den schnellsten Fahrern im Feld mithalten kann. Im Rennen gelang es jedoch noch nicht, die Geschwindigkeit vollständig in ein Spitzenergebnis umzuwandeln.

Seitdem haben sich die Voraussetzungen deutlich verändert. Am Nürburgring herrschen andere Temperaturen als beim Saisonauftakt, zudem kommt eine andere Reifenspezifikation zum Einsatz. Auch BWT Mücke Motorsport war während der langen Pause nicht untätig. Das Team sammelte im Michelin Le Mans Cup weitere wertvolle Rennkilometer und konnte zusätzliche Erkenntnisse über den Duqueine D09 gewinnen.

Pommer selbst hatte seit dem ersten Saisonwochenende nicht mehr im Rennfahrzeug gesessen. Entsprechend wichtig war der Testtag am Donnerstag. Dabei ging es für den Heilbronner vor allem darum, möglichst viele Kilometer zu sammeln, schnell wieder seinen gewohnten Rhythmus zu finden und gemeinsam mit dem Team eine gute Ausgangsbasis für das Rennwochenende zu erarbeiten.

„Nach der langen Pause war es wichtig, wieder ins Auto zu kommen und möglichst viele Runden zu fahren. Der erste Schritt bestand darin, schnell wieder ein Gefühl für das Fahrzeug und den neuen Reifen zu entwickeln“, erklärt Pommer.

Die fehlende Fahrpraxis vor dem Wochenende bereitete dem erfahrenen LMP3-Piloten allerdings keine größeren Sorgen. Sowohl er selbst als auch BWT Mücke Motorsport verfügen über umfangreiche Erfahrungen auf dem Nürburgring. Die Mannschaft kennt die Besonderheiten der Strecke und konnte dort in der Vergangenheit bereits mehrfach überzeugen.

Auch für Pommer persönlich gehört der Nürburgring zu den erfolgreichsten Strecken seiner bisherigen Karriere. Bereits in der Formel ADAC und in der Formel 3 gewann er Rennen in der Eifel. 2017 folgte ein weiterer Sieg im ADAC GT Masters. Später setzte sich seine Erfolgsserie auch im Prototypensport fort.

2023 gewann Pommer am Nürburgring im Prototype Cup Germany. Ein Jahr später fuhr er dort erneut auf das Podium. Hinter den als Gaststarter antretenden Schumacher-Brüdern belegte er auf der Strecke den zweiten Platz, erhielt für die Meisterschaft jedoch die volle Punktzahl.

Nach dem Hockenheimring ist der Nürburgring für Pommer damit eine Art zweite Heimstrecke. Zahlreiche Freunde, Bekannte, Partner und Gäste werden vor Ort sein und das Rennwochenende verfolgen. Die große Streckenkenntnis und die Unterstützung neben der Strecke sollen zusätzliche Motivation liefern.

„Der Nürburgring ist eine Strecke, die ich sehr gut kenne und mit der ich viele schöne Erfolge verbinde. Auch das Team verfügt dort über viel Erfahrung. Deshalb bin ich überzeugt, dass wir schnell ein gutes Paket finden können“, sagt Pommer.

Die Streckencharakteristik könnte dem Duqueine D09 und dem Fahrerduo entgegenkommen. Der Nürburgring bietet mit seinen langen Geraden, deutlichen Bremszonen und unterschiedlichen Linien mehrere Möglichkeiten für Positionskämpfe. Gerade bei den aerodynamisch sensiblen LMP3-Prototypen ist das Überholen auf vielen anderen Strecken durch die verwirbelte Luft hinter vorausfahrenden Fahrzeugen deutlich schwieriger.

Für Pommer steht deshalb nicht nur die reine Geschwindigkeit im Vordergrund. Entscheidend wird sein, ein konstant schnelles Fahrzeug für unterschiedliche Rennsituationen zu entwickeln. Neben der Qualifying-Performance spielen dabei auch das Verhalten im Verkehr, die Reifen über die Renndistanz und die Abstimmung auf mögliche Wetterwechsel eine wichtige Rolle.

Hinzu kommt das gewachsene Starterfeld. Im Vergleich zum ersten Rennwochenende gehen am Nürburgring mehrere zusätzliche Fahrzeuge an den Start. Für Pommer ist das eine positive Entwicklung. Mehr Teilnehmer sorgen für stärkere Konkurrenz, spannendere Zweikämpfe und eine größere sportliche Herausforderung.

Trotz der langen Pause geht der Heilbronner entsprechend selbstbewusst in das Wochenende. Das Ziel ist klar definiert: BWT Mücke Motorsport möchte um die Spitzenpositionen kämpfen und die starke Grundgeschwindigkeit des ersten Wochenendes diesmal auch in entsprechende Resultate umwandeln.

„Die Karten werden neu gemischt. Wir haben andere Temperaturen, einen anderen Reifen und ein weiterentwickeltes Auto. Unser Ziel ist ganz klar das Podium. Im besten Fall möchten wir in beiden Rennen unter die ersten Drei fahren“, betont Pommer.

Eine entscheidende Rolle könnte wie so oft das Eifelwetter spielen. Selbst im Sommer sind kurzfristige Wetterumschwünge am Nürburgring keine Seltenheit. Sonnenschein, deutlich kühlere Temperaturen und Regen können sich innerhalb kurzer Zeit abwechseln und Teams wie Fahrer vor zusätzliche Herausforderungen stellen.

Pommer sieht sich jedoch auch darauf vorbereitet. Seine langjährige Erfahrung auf der Strecke soll dabei helfen, schnell auf wechselnde Bedingungen zu reagieren und gemeinsam mit dem Team die richtigen Entscheidungen zu treffen.

„Am Nürburgring weiß man beim Wetter nie genau, was einen erwartet. Wir müssen auf alles vorbereitet sein. Ich freue mich aber sehr auf das Wochenende, auf die Strecke und auf viele bekannte Gesichter vor Ort“, so Pommer abschließend.

Nach der langen Unterbrechung beginnt damit für Markus Pommer und BWT Mücke Motorsport die nächste wichtige Phase der Saison. Mit einer verbesserten technischen Basis, großer Streckenkenntnis und klaren sportlichen Ambitionen soll der Nürburgring den Auftakt zu einem erfolgreichen weiteren Saisonverlauf bilden.

Das Rennwochenende beginnt für den Prototype Cup Europe am Freitag mit zwei freien Trainings und den beiden Qualifyings. Das erste 55-minütige Rennen startet am Samstag um 10:15 Uhr. Rennen zwei folgt am Sonntag um 9:00 Uhr.

Die Sessions werden live über Creventic Motorsports TV auf YouTube übertragen.

Zeitplan Prototype Cup Europe – Nürburgring
Freitag, 3. Juli 2026: Freie Trainings und Qualifying 1 und 2
Samstag, 4. Juli 2026: Rennen 1 – 10:15 Uhr
Sonntag, 5. Juli 2026: Rennen 2 – 9:00 Uhr

Text: Motorsport-Karriere.de
Foto: Creventic Media